SCHULARTEN IN DEUTSCHLAND



Das Schulwesen in Deutschland kann sowohl nach Bildungsbereichen, die jeweils bestimmten Altersgruppen entsprechen, als auch nach Schularten differenziert werden. Dabei gilt grundsätzlich die Unterscheidung zwischen allgemein bildenden und  beruflichen Schulen.
Die allgemein bildenden Schulen umfassen alle Bildungsbereiche vom Primarbereich bis zum Sekundarbereich II sowie die Vorklassen und Schulkindergärten. Die Schüler einiger Schularten sind nur einem einzigen Bildungsbereich zuzuordnen (z.B. gehören Hauptschüler dem Sekundarbereich I an), während andere Schularten, wie die Integrierten Gesamtschulen, von Schülern des Primarbereichs sowie der Sekundarbereiche I und II besucht werden können. Ob das Schulwesen besser nach Schularten oder nach Bildungsbereichen betrachtet wird, ist also abhängig von den zu beantwortenden Fragestellungen.
Die beruflichen Schulen rechnen trotz ihrer Heterogenität in Deutschland grundsätzlich zum Sekundarbereich II. International erfolgt die Zuordnung teilweise nach anderen Kriterien: bestimmte Schularten und Bildungsgänge werden hier als „postsekundär” bzw. Als „tertiär” eingestuft. In Deutschland zählen nur die Universitäten und Fachhochschulen zum Tertiärbereich.
3.1 Allgemein bildende Schulen
Die Schulen in Deutschland verfolgen vielfältige Bildungsziele. Sie sollen
a.Wissen, Fertigkeiten und Fähigkeiten vermitteln,
b.zu selbstständigem kritischem Urteil, eigenverantwortlichem Handeln und schöpferischer Tätigkeit befähigen,
c. zu Freiheit und Demokratie erziehen,
d. zu Toleranz, Achtung vor der Würde des anderen Menschen und Respekt vor anderen Überzeugungen erziehen,
e. friedliche Gesinnung im Geist der Völkerverständigung wecken,
f. ethische Normen sowie kulturelle und religiöse Werte verständlich machen,
g. die Bereitschaft zu sozialem Handeln und politischer Verantwortlichkeit wecken,
h. zur Wahrnehmung von Rechten und Pflichten in der Gesellschaft befähigen,
i. über die Bedingungen der Arbeitswelt orientieren.”
Das Schulwesen in den Ländern Deutschlands beginnt mit Ausnahme Brandenburgs mit den Vorklassen bzw. Schulkindergärten. Für die meisten Kinder beginnt der Eintritt in das Schulwesen nach dem Besuch eines Kindergartens mit der Einschulung in die Grundschule. Hier erfolgt der Übergang von spielerischen Lernformen des Elementarbereichs zu systematischerem schulischen Lernen. Den Schülern sollen die Grundlagen für selbstständiges Denken, Lernen und Arbeiten sowie für den erfolgreichen Besuch weiterführender Schulen vermittelt werden.
Des Schulwesens sind:
a.       In den letzten Jahren haben einzelne Länder die Möglichkeit einer vorzeitigen Einschulung von 5-Jährigen geschaffen. Ihre Zahl steigt zunehmend.
b.      Schulpflichtige, aber noch nicht schulfähige Kinder können vom Schulbesuch zurückgestellt und in Schulkindergärten gefördert werden.
c.       In einzelnen Ländern können auch noch nicht schulpflichtige aber schulfähige Kinder in Vorklassen betreut werden.
Orientierungsstufe hat die Aufgabe, innerhalb des Zeitraums von zwei Jahren eine verlässliche Entscheidungsgrundlage für die Wahl der weiterführenden Schule zu gewinnen. Die Hauptschule, die ihren Schülern eine grundlegende allgemeine Bildung vermittelt, ist in den Schulsystemen Brandenburgs, Sachsens und Thüringens nicht vertreten. Der Hauptschulabschluss eröffnet den Absolventen die Möglichkeit, weitere allgemeine und berufliche Qualifikationen zu erwerben.
3.2 Berufliche Schulen
Die Ziele der Bildungsgänge an beruflichen Schulen entsprechen weitgehend denen der allgemein bildenden Schulen, jedoch mit einer stärkeren Betonung eines bestimmten Berufsfeldes oder der auf den jeweiligen Ausbildungsgang bezogenen fachtheoretischen und fachpraktischen Themen.

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